eins | ankommen (25.7.17)

Ranis_25.7.17 004

sich einen raum zu eigen machen. den fremden raum sich zu eigen machen. wollen. eigentlich. stille bei jedem geräusch. erst einmal. neues hören. so ist das. also. die hände beobachten. die eigenen. wie sie das fenster öffnen. erst einmal eines. ohne gewohnheit. unsicher. die finger. die sehnen, auch die muskulatur. überzeichnet. vom gegenlicht. ein suchen nach mechanismen. der automechanismus verloren ja. kurzzeitig. nach haken und riegeln greifen. richtungen ausprobieren, nach oben nach unten, nach osten nach westen, schieben, richtungen ändern. fortlaufend. dann. endlich. das fenster öffnen. zeitspannen durchlassen. durchlässig werden. zeit anpassen oder sie überhaupt erst jetzt bemerken. im ohr ein kind haben, das nach der mutter schreit. nicht das eigene. nicht anzueignen. ein seltsames gefühl. und so also eignet man sich einen raum an. stück für stück. mit kleinen griffen. eignet man sich an. sich selbst. im fremden. oder ist es der raum. der einen aneignet, einen zu eigen macht. inkorporiert. annähernd. nähe suchend. im geruch. im staub. in diesen noch unbehausten dingen.

 

dann. kehren. einen besen zur hand nehmen. von der wand zum körper fegen, immer zu sich selbst fegen. auch so ein automatismus. der jetzt aber greift, der um sich eher um dich greift. den raum verändert, spürbar. im augenwinkel, plötzliches. ein falke wohl, ein jungtier vielleicht. blassgefiedert. ob die jahreszeiten stimmen, ist jetzt nicht zu klären. sie sind einfach da. nicht nur der vogel. in schemen vorm fenster. lösen sich auf. horizontähnliches. vielleicht aber auch deine augen zu klein, alles andere zu groß. wer weiß das schon. jetzt in diesem moment. wo der raum eine neue größe gewinnt. also die größe, die du ihm zugestehst. denn du bist neu. hier. ist noch nicht klar, wer wen ins maß nimmt und welche maßstäbe angesetzt werden. das weißt du nicht. noch nicht. und das zählen von schritten von einer wand zur anderen bringt dich jetzt nicht weiter. jetzt nicht. noch nicht. wo deine schritte außer sich sind, so einen echoklang erzeugen. platz also ist für hall, das klingt nach etwas großem. denkst du. aber dein blick. federt hin und her, federt zwischen balken und rauputz, weiß. und weiß ist eine schwierige farbe, weil sie keine farbe ist. und du darin keinen punkt ausmachen kannst, keinen halt findest. fürs auge. vielleicht auch für dich. aber halt brauchst du jetzt auch nicht. eigentlich. denn im weiß lässt sie nichts ins maß nehmen, weder du, noch der raum, noch die zeit. und das ist gut so. denn du kommst gerade erst an.

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