Abschreibung, Restwert

Ich merke langsam, dass es zu Ende geht mit der Arbeit am Blog. Ich flüchte mich in die Bücher, in den Kokon der Wohnung, will nur noch lesen für mich, schreiben für mich. Über die Natur gab es vieles zu lesen hier, stand sie mir doch, aus den letzten Großstadtjahren kommend, neu und groß entgegen. Jetzt birgt die Idylle nur noch die Gefahr der Wiederholung, sie steht für sich, es bedarf nicht mehr ihrer Umformung in Sprache.

Ich will auch nicht erzählen von mir, nicht verfallen in die originäre Form des Tagebuchs, nicht öffentlich machen, was ich morgens aß, was ich mochte, was mir missfiel, was mich bedrückte. Den Blog nicht missbrauchen als Halde des Seelenmülls. Mich jetzt nochmal den reifenden Texten zuwenden, ihre Temperatur, die Gärung überprüfen, hier etwas hinzutun, da etwas wegnehmen, das alles im tiefen, kühlen, einsamen Gewölbe.

So ich Erlebnisse, Gedanken, habe, die sich einer schnellen Niederschrift nicht versperren, werde ich sie natürlich an dieser Stelle zugänglich machen.

One thought on “Abschreibung, Restwert

  1. Guten Morgen, sprachlich wird der Blog immer geschliffener. Es macht Spaß, den Gedanken zu folgen. Hin und wieder auch durch lautes Lesen

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