Das Fenster, die Flucht

Die zwei Männer ließen sich auf die Couch fallen.
„Wir genehmigen uns noch ein Gläschen, du packst deine sieben Sachen.“
Ich ging ins Bad, schloss langsam die Tür hinter mir und versuchte, den Vorhang am Fenster zur Seite zu ziehen. Aus dem Wohnzimmer ertönten singende Stimmen. Meine vergipste Hand verfing sich im dünnen Stoff. Ich riss ihn herunter, sprang aus dem Fenster und rannte zwischen stillen Häusern in den Wald. Ich kletterte auf eine Eiche und wartete. Niemand schien mir zu folgen, alle Fenster am Waldrand schwarz und unbeweglich. Irgendwann wurde mein Atem ruhiger und ich hörte einen Specht, der begann, sich den Weg durch das Rauschen der Blätter hindurch zu hacken.

Nach einer Stunde kletterte ich herunter. Die Hand tat mir weh, der Gips war an mehreren Stellen aufgeplatzt. Und mein Fußgelenk war geschwollen, bot keinen verlässlichen Halt. Bald sah ich einen Bach und versenkte den verletzten Fuß hinein. Die zwei Männer standen schweigend vor mir.