Was man findet

Frischen, gelben Hundeurin auf dem wasserabweisenden Lack des Gebäudesockels. Knirschende Salzkristalle auf dem Gehweg, üppig geworfen von scheinbar gewaltigen Händen. Einen rosa Puppenregenschirm, leicht verbogen im Gestrüpp hängend. Eine Tüte Pom-Bär-Chips, leer und zerrissen im schmalen Wassergraben. Ein Etikett, das sich, aus dem Schnee leuchtend, freigelegt schließlich als eine Flasche Rosenbier, Bock, erweist. Im Altglascontainer: Schnaps-, Rotkäppchenflaschen, Rotkohlgläser und Gläschen mit Resten von Kinderbrei darin. Einen Rettungsring im Vorgarten, ein Boot im Carport.

Einen Vogel kreisend über dem Feld. Katzen, die gestreichelt werden wollen. Den letzten Amerikaner in der Auslage. Zwei Budweiser-Gläser, eins größer, eins kleiner, in der Schmiede. Schafe im Schnee. Radwege ohne Räder. Wisente an den Heuraufen, Preisskatturniere, Pößneck und des Hauses beinahe vollkommene Stille am Wochenende – es ist nur noch die Uhr, die mit ihrem rettenden Ticken den Raum teilt und den schreibenden Stunden ihre Struktur gibt.

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