Winter, Rückkehr

Noch in Berlin. Am Morgen starke Schneefälle. Man hat sich ja eigentlich daran gewöhnt, an dieses ewige Wechselspiel zwischen fallendem, liegendem und tauendem Schnee. Trotzdem beschließe ich, die Fahrt etwas aufzuschieben. Es nützt ja wenig, auf der Autobahn herumzustehen. Und trotzdem zieht es mich zurück nach Ranis. Der Wille zur Weiterarbeit an meiner Erzählung treibt mich schon wieder um. Und am Donnerstag ein erster, frischer Trunk aus meinem Stammglas in der Schmiede!

Mittags Fahrtantritt. Für alle Eventualitäten ist gesorgt, die Lehren sind aus allen Katastrophen- und Zombiefilmen gezogen. Ich habe Proviant an Bord (4 Scheiben Knäckebrot, zwei rote Spitzpaprika, zwei Mandarinen, einen Apfel, eine Flasche Wasser, ein Hustenbonbon), Decke, Schlafsack, Schneeschaufel, Angel im Kofferraum. Kurz hinter Berlin fallen nur noch ein paar Flocken und dann ist die Autobahn bis zur Abfahrt Triptis frei und zu großen Teilen sogar trocken. Zwischenhalt in Hermsdorf auf ein Fischbrötchen. Die Eindrücke der Jugend verblassen, vor allem seit es in der Globus-Bäckerei nicht mehr die wagenradgroßen Amerikaner mit bunten Streuseln gibt sondern nur noch die gewöhnlichen, handtellergroßen. In Pößneck esse ich eine Roster.

In Ranis auf den ersten Blick alles beim Alten. Ich parke mein Auto, hole mir etwas vom Bäcker und verpasse den richtigen Moment noch eine Runde zu drehen. Tagesende mit Schneefall, Computerbasteleien und einem kleinen Rosenpils.

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